Wussten Sie, dass die meisten sogenannten „Stauballergien" in Wirklichkeit keine Reaktion auf Staub selbst sind, sondern auf winzige Lebewesen, die darin leben? Erst in den 1960er Jahren konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Hausstaubmilben die eigentlichen Auslöser der meisten respiratorischen, okulären und kutanen Allergien sind, die bislang dem Hausstaub zugeschrieben wurden.
Allergischer Schnupfen betrifft in Europa zwischen 13 % (ärztlich diagnostiziert) und 19 % (Selbstauskunft) der Bevölkerung. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Allergien als vierthäufigste chronische Erkrankung weltweit ein – und Hausstaubmilben gelten als Verursacher von 75 % aller Atemwegsallergien. Für Asthmatiker sind sie besonders gefährlich: Je nach Studie sind sie bei 40 bis 85 % der Betroffenen als Haupttrigger identifiziert.

Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere mit einer Körperlänge von rund 0,3 mm – für das bloße Auge unsichtbar. Es gibt mehr als 50.000 bekannte Arten. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen und Haarfragmenten des Menschen. Ein Mensch produziert täglich genug organisches Material, um Millionen von Milben zu ernähren.
Diese Tierchen gedeihen besonders gut bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 %. Ihre Vermehrung nimmt im Frühling und Herbst zu. Eine Matratze kann bis zu zwei Millionen Hausstaubmilben beherbergen – und da wir nachts viele Stunden direkt auf der Matratze liegen, atmen wir die Milbenallergene in besonders großen Mengen ein.
In Deutschland zählen Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae zu den häufigsten allergieauslösenden Arten. Nicht die Milben selbst, sondern ihre Kotpartikel und Körperfragmente – feine Mikropartikel von rund 5 µm Durchmesser – dringen tief in die Atemwege ein und lösen allergische Reaktionen aus. Bei schweren Asthmatikern können diese Partikel laut INSERM-Forschern sogar das bronchiale Remodeling verschlechtern.

Die Symptome einer Milbenallergie ähneln auf den ersten Blick einem hartnäckigen Schnupfen – treten aber ganzjährig auf, nicht nur saisonal. Typische Beschwerden sind:
Da die Symptome ganzjährig bestehen, werden sie von Betroffenen oft als chronisch „normale" Beschwerden wahrgenommen und nicht mit einer Allergie in Verbindung gebracht. Laut einer Umfrage des Allergenimmuntherapie-Labors ALK geben 70 % der Betroffenen alltägliche Aktivitäten aufgrund ihrer Allergie auf.
Besonders gefährdet sind Kinder: Eine unbehandelte Milbenallergie im Kindesalter kann sich zu schwerem Asthma entwickeln. Wenn Sie oder Ihr Kind regelmäßig unter diesen Beschwerden leiden – vor allem nachts oder nach dem Aufwachen –, sollten Sie einen Allergologen aufsuchen und einen Hauttest durchführen lassen.
Unabhängig von einer Allergie empfiehlt es sich, Wohnräume täglich zweimal für mindestens 10 Minuten zu lüften. Frische Luft verdünnt Schadstoffe und Allergene, senkt die CO₂-Konzentration und reduziert die Luftfeuchtigkeit – ein wichtiger Faktor, da Hausstaubmilben bei hoher Feuchtigkeit besonders gut gedeihen. Halten Sie die relative Luftfeuchtigkeit in Schlafräumen möglichst unter 60 %. Informationen zur Raumluftqualität finden Sie in unserem Artikel Luftqualitätssensoren: Was messen und warum?
Da Hausstaubmilben sich vor allem in Bettwäsche und Matratzen aufhalten, sind folgende Maßnahmen besonders wirksam:
Diese Empfehlungen gelten auch für andere Räume mit Polstermöbeln, Vorhängen und Textilien. Konsequent umgesetzt, können sie die Milbenbelastung in der Raumluft deutlich senken – auch wenn sie allein nicht ausreichen, um alle Allergene zu eliminieren.
Wie in unserem Artikel Luftreiniger: Was ist die richtige Wahl? erläutert, gibt es verschiedene Technologien zur Innenraumluftreynigung – jede mit eigenen Stärken und Schwächen.
Lüften ist unverzichtbar, reicht aber allein nicht aus: Es lässt auch Außenschadstoffe und -pollen herein, und Milbenallergene bleiben trotzdem in der Raumluft schweben. Ein Luftreiniger ist daher eine wertvolle Ergänzung.
Die verbreitetste Technologie ist der HEPA-Filter. Er ist unter Laborbedingungen hocheffizient, verliert aber je nach Nutzung an Leistung: Nach sechs Monaten sinkt seine Wirksamkeit um rund 25 %. Ein regelmäßiger Filterwechsel ist zwingend notwendig – und mit laufenden Kosten verbunden.
Die ozonfrei Ionisierungstechnologie arbeitet hingegen ohne Wegwerffilter. Sie nutzt das Prinzip der elektrostatischen Abscheidung: Negative Ionen laden Schadstoffpartikel auf und entfernen sie so aus der Luft. Dieses Prinzip ist aus natürlichen Umgebungen wie Gebirgen oder Wasserfällen bekannt. Sie ist wartungsarm und auf 99 % der Schadstoffpartikel wirksam.

Die Ionisierer von TEQOYA sind in verschiedenen Leistungsstufen erhältlich, um jeden Raum optimal abzudecken: Der TEQOYA T200 und der T450 sind vollkommen lautlos und ideal für ruhige Räume wie Schlafzimmer oder Wohnzimmer.
Der Luftreiniger TEQOYA E500 kombiniert Ionisierung mit Elektrofiltration und erfasst Schadstoffe besonders effizient. Er lässt sich fernsteuern und kann mit dem S1-Luftqualitätssensor verbunden werden, um die Luftreinigung automatisch an die gemessene Schadstoffkonzentration anzupassen. Damit ist er besonders geeignet für Räume mit wechselnden Aktivitäten – Küche, Werkstatt, Kinderzimmer oder stark frequentierte Räume.
Hausstaubmilben lassen sich nicht vollständig aus der Wohnung verbannen – aber ihre Konzentration und damit die Allergenbelastung lässt sich erheblich reduzieren. Eine kombinierte Strategie aus mechanischen Maßnahmen und Luftreinigung ist der wirksamste Ansatz:
Der TEQOYA E500 von TEQOYA ist für Allergiker besonders empfehlenswert: Er arbeitet filterfrei, vollkommen lautlos und lässt sich dank des S1-Sensors automatisch regeln. So profitieren Sie und Ihre Familie rund um die Uhr von sauberer Raumluft – gerade in der Nacht, wenn die Milbenexposition am höchsten ist.
Beachten Sie: Ein Luftreiniger ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei starken Beschwerden sollten Sie stets einen Allergologen konsultieren, der eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) empfehlen kann.
1 – Allergie aux acariens: mythes et réalités, Revue médicale Suisse, April 2019
2 – Prevalence and rate of diagnosis of allergic rhinitis in Europe, V. Bauchau, S.R. Durham, European Respiratory Journal 2004
3 – Allergien besser verstehen für mehr Lebensqualität, WHO / Ameli 2022
4 – ALK-Umfrage / OpinionWay 2017
5 – Acariens, êtres vivants microscopiques, Observatoire de la Qualité des Environnements Intérieurs https://www.oqai.fr/fr/pollutions/les-acariens
6 – Hausstaubmilben: Empfehlungen zur Expositionsreduzierung, CHU d'Angers
7 – Acariens: sie verschlimmern schweres Asthma, INSERM, Januar 2015 https://www.inserm.fr/actualite/acariens-aggravent-asthme-severe/
Die natürliche Umgebung ist reich an negativen Ionen. Genau auf diesem Prinzip basiert der Luftionisator. Aber wissen Sie, wie dieses System es schafft, die in der Raumluft enthaltenen Schadstoffpartikel anzugreifen und Ihr Zuhause zu reinigen?
Viele von Ihnen haben uns diese Frage gestellt. Ist der TEQOYA-Luftreiniger wirksam gegen COVID-19? Wir geben in unserem Artikel eine ausführliche Antwort.
Ihre Raumluft zu reinigen und gleichzeitig Ihre Gesundheit und den Planeten zu schützen, ist möglich. Durch den rationellen Verbrauch von Energie und Ressourcen bemüht sich TEQOYA um die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte.